Einen der beiden Beiträge hat Anja geschrieben, den anderen Telematic.Pro, nachdem die Plattform drei ihrer Veröffentlichungen analysiert hatte. Können Sie raten, wessen Text wo steht? Ein solches Experiment zeigt, wie genau eine KI die Handschrift eines Autors übernehmen kann, wenn man ihr passende Beispiele gibt und die Generierungsparameter richtig einstellt.
Im Folgenden finden Sie fünf Schritte, mit denen Sie ein Projekt in Telematic.Pro vorbereiten und einen Entwurf im gewünschten Stil erstellen. Wichtig: Anja und ihr Kanal sind erfunden, und die Beispielbeiträge wurden für die Demonstration erstellt. Beitrag B ist das Ergebnis der Generierung durch Telematic.Pro ohne manuelle Korrekturen. Die Szenen mit den Figuren wurden von einer KI erstellt, die gezeigten Bildschirme stammen aus der echten Anwendung.
Warum der Stimme des Autors bei der KI Vorrang gegeben werden sollte
Wenn Sie eine neuronale Netz einfach bitten, einen Beitrag zu einem bestimmten Thema zu schreiben, kann sie einen verständlichen und grammatisch korrekten Text liefern. Dieser muss aber nicht unbedingt Ihren Veröffentlichungen ähneln. Verschiedene Autoren unterscheiden sich in der Satzlänge, der Wortwahl, der Ansprache der Leserschaft, dem Grad der Förmlichkeit und der Art, komplizierte Dinge zu erklären.
Damit das Ergebnis Ihrer individuellen Handschrift näherkommt, braucht die KI Kontext. In Telematic.Pro können Sie dafür die Projektparameter angeben, eigene Texte als Beispiele hinzufügen und die Besonderheiten des Stils herausarbeiten. Danach nutzt der Dienst diese Informationen bei der Generierung von Inhalten.
Das bedeutet nicht, dass Beiträge immer ohne Prüfung veröffentlicht werden können. Die Stileinstellung hilft, einen passenderen Entwurf zu erhalten. Vor der Veröffentlichung sollten Sie den Text dennoch lesen und sicherstellen, dass er zur Aufgabe und zu Ihren Anforderungen passt.
Schritt 1: Projektparameter festlegen
Öffnen Sie das gewünschte Projekt und gehen Sie zu „Einstellungen“ → „KI-Einstellungen“. Hier legen Sie die wichtigsten Richtwerte für künftige Texte fest:
- Zielgruppe: für wen Sie den Inhalt erstellen;
- Interessen: welche Themen und Richtungen wichtig sind;
- Ton: wie der Text klingen soll;
- Sprache: in welcher Sprache geschrieben werden soll;
- Ziel: wozu der Beitrag dient.
Je klarer diese Felder ausgefüllt sind, desto mehr Kontext erhält die KI. Die Zielgruppe kann zum Beispiel beeinflussen, wie einfach die Erklärungen ausfallen, und das gewählte Ziel bestimmt, welche Details im Entwurf wichtiger sind.
Beschreiben Sie die Einstellungen möglichst konkret. Statt einer vagen Angabe wie „schreibe interessant“ ist es hilfreicher zu nennen, an wen sich der Inhalt richtet und welcher Charakter gewünscht ist, etwa fachlich, freundlich oder zurückhaltend. Überladen Sie die Beschreibung jedoch nicht mit widersprüchlichen Wünschen, da diese die Interpretation der Aufgabe erschweren können.
Schritt 2: Eigene Veröffentlichungen als Beispiele hinzufügen
Gehen Sie zum Bereich „Stilvorlagen“ und wählen Sie „Text einfügen“. Für die Analyse können Sie zwei bis fünf eigene Beiträge hinzufügen, jeweils mit mindestens 200 Zeichen.
Wählen Sie Beispiele, die Ihre übliche Schreibweise tatsächlich widerspiegeln. Wenn Sie heute kurze Notizen veröffentlichen und morgen ausführliche Fachanalysen, kann eine Auswahl unterschiedlicher Formate der KI mehrere Darstellungsweisen zeigen. In diesem Fall ist es besser, Beispiele auszuwählen, die dem Inhalt ähneln, den Sie künftig erstellen möchten.
Prüfen Sie die Texte vor dem Hinzufügen: Sie sollten keine zufälligen Fragmente, Kopierfehler oder überflüssigen Informationen enthalten, die nicht zur Veröffentlichung gehören. Für ein stimmigeres Ergebnis nehmen Sie Materialien, in denen Ihnen Ihre eigene Darstellungsweise gefällt und die als typisch für Ihren Kanal oder Ihre Marke gelten können.
Die Beispiele müssen nicht zum selben Thema gehören. Entscheidend ist nicht die Thematik, sondern die Besonderheiten Ihrer Handschrift: wie Sie Sätze bauen, die Leserschaft ansprechen und Gedanken gliedern.
Schritt 3: Stil analysieren und Karte prüfen
Nachdem Sie die Beispiele hinzugefügt haben, klicken Sie auf „Stil analysieren“. Der Dienst erstellt die Karte „So hat die KI Ihren Stil verstanden“. Sie beschreibt die Merkmale Ihrer Schreibweise und wird in der weiteren Arbeit verwendet.
Betrachten Sie die Karte nicht als endgültige Diagnose oder unveränderliche Regel. Sie ist eine Arbeitsgrundlage, die Sie prüfen und bei Bedarf präzisieren können. Wenn die Beschreibung Ihre Handschrift nicht trifft, ergänzen Sie sie manuell, etwa mit einer wichtigen Nuance des Tons oder einer bestimmten Vorliebe bei der Darstellung.
Nach der Bearbeitung klicken Sie auf „Karte speichern“. Dieser Schritt sollte nicht übersprungen werden: Hier können Sie die Interpretation der KI korrigieren, bevor sie neue Texte erstellt. Je genauer die Karte Ihren Erwartungen entspricht, desto klarer ist die Richtung für die Generierung.
Schritt 4: Einfluss des Stils wählen
Stellen Sie beim Parameter „Einfluss auf die Generierung“ den Wert „Streng“ ein. In diesem Modus gibt der Stil aus der Karte eine deutlichere Richtung für den entstehenden Text vor.
Diese Einstellung ist besonders nützlich, wenn Sie einen Entwurf erhalten möchten, der der Handschrift des Autors deutlich nahekommt. Die Stileinstellung ersetzt jedoch nicht Thema und Zweck des Beitrags: Beides muss bei der Erstellung des Inhalts weiterhin klar formuliert werden. Die Karte hilft also bei der Darstellung, während die konkrete Anfrage festlegt, worüber genau geschrieben werden soll.
Wenn das Ergebnis den Ausgangsbeispielen zu sehr ähnelt oder nicht zur aktuellen Aufgabe passt, überarbeiten Sie die Karte und die Projektparameter. Experimentieren Sie mit Formulierungen und Beispielen und vergleichen Sie die Entwürfe. So erkennen Sie leichter, welche Einstellungen für Ihre Inhalte besser funktionieren.
Schritt 5: Entwurf erstellen und freigeben
Um zur Generierung zu gelangen, öffnen Sie „Inhalte“ → „Inhalt erstellen“ und wählen Sie anschließend „Mit KI generieren“. Geben Sie das Thema in einer Zeile an und starten Sie die Erstellung des Textes.
An dieser Stelle sollte die Anfrage kurz und sachlich formuliert sein. Nennen Sie das Thema des Beitrags, anstatt sich auf einen allgemeinen Wunsch wie „irgendwas Nützliches“ zu beschränken. Projekteinstellungen und Stilkarte liefern bereits zusätzlichen Kontext, daher können Sie sich in der Themenzeile auf den Inhalt des künftigen Materials konzentrieren.
Wenn der Entwurf vorliegt, lesen Sie ihn durch und prüfen Sie Fakten, Formulierungen und die Passung zur Aufgabe. Wenn der Text passt, klicken Sie auf „Freigeben“. Sollen einzelne Details geändert werden, überarbeiten Sie den Entwurf vor der Freigabe. Auch eine gut eingestellte KI bleibt ein Werkzeug zur Textvorbereitung, und die Entscheidung über die Veröffentlichung trifft der Autor.
So bewerten Sie das Ergebnis
Beim Vergleich der Ausgangsbeiträge mit dem generierten Text sollten Sie nicht nur einzelne Wörter betrachten. Achten Sie auf die Gesamtstimmung, die Länge und den Rhythmus der Sätze, die Ansprache der Leserschaft und den Aufbau der Gedanken. Diese Merkmale zeigen, ob das Ergebnis tatsächlich Ihrer Darstellungsweise ähnelt.
Für das Demonstrationsbeispiel gelten folgende Bedingungen: Anja und ihr Kanal sind erfunden, ihre Beiträge wurden eigens für den Test geschrieben, und Beitrag B ist das echte Ergebnis von Telematic.Pro ohne Korrekturen. Dieses Format zeigt die Arbeit der Einstellungen an einem Beispiel, verspricht aber kein identisches Ergebnis für jeden Autor, jedes Thema oder jede Textauswahl.
Die Generierung können Sie auf der Website Telematic.Pro ausprobieren. Eine ausführliche Anleitung zu Projekten und zur Anbindung von Plattformen finden Sie in der Hilfe.
Praktisches Fazit
Damit die KI näher an Ihrer Stimme schreibt, beginnen Sie mit klaren Projekteinstellungen, fügen Sie zwei bis fünf charakteristische Beiträge hinzu und prüfen Sie die Stilkarte nach der Analyse. Wählen Sie danach den strengen Einfluss auf die Generierung, legen Sie ein konkretes Thema fest und lesen Sie den Entwurf sorgfältig, bevor Sie ihn freigeben. Und jetzt versuchen Sie zu raten: Welcher der beiden Beiträge stammt von Anja, A oder B?
